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Sinn oder Unsinn
Das Clickertraining kam in den 90er Jahren von Amerika nach
Deutschland. Entwickelt wurde es in den 20er Jahren von B.F.Skinner,
der mit Geräuschen experimentiert, die dem Tier eine Belohnung
ankündigten. Damit erforschte er das Lernen durch Versuch und Irrtum.
In den 60er Jahren wurden dann Delphine für Shows mit dieser Methode
trainiert.
Diese Trainingsform bewirkt, dass das Tier stressfreier und besser
lernt, als mit dem herkömmlichem Korrekturtraining, bei dem das Tier
für falsches Verhalten bestraft wird.
Worum geht's beim Clickertraining?
- Der erste Schritt ist, dass ein Verstärker
(Klickgeräusch) eine Belohnung ankündigt. Dieser Verstärker
ermöglicht es, dass das Verhalten des Hundes sehr viel präziser
und punktgenauer belohnt werden kann.
- Unerwünschtes Verhalten wird von uns zunächst
weitgehend ignoriert, wo immer das möglich ist. Wir werden es
nicht "bestrafen", lediglich nicht bestärken, in manchen Fällen
auch einfach nur verhindern.
- Zuerst lassen wir das Tier durch
Versuch und Irrtum erfolgreiches Verhalten selbstständig
herausfinden. Dabei gibt es so wenig Hinweise und Hilfen wie
möglich.
- Wir bestärken das Verhalten das uns gefällt und
das wir trainieren möchten. Zu diesen Verhalten (Fuß, Sitz,
Platz, Bleib, usw.) wird bei zuverlässiger Wiederholung ein Hör-
oder Sichtzeichen eingebunden, das "Kommando".
- War der Hund bis hier der agierende Part und wir
reagierten darauf, indem wir das Verhalten bestärkten oder
nicht, gelegentlich auch hemmten und verhinderten, werden jetzt
"Kommandos" zu dem Verhalten eingebaut. Es ändert sich jetzt die
Rollenverteilung. Wir agieren, indem wir ein "Kommando" geben
und fordern den Hund auf, auf gewünschte Weise zu reagieren.
- Das Verhalten wird in kleinen Schritten bis zur
"Perfektion" geführt und man baut dabei Ablenkung und wechselnde
Umgebung ein.
- Ab diesem Zeitpunkt trainieren wir, das Verhalten zu
verfestigen.
- Wir werden schließlich variabel, später nur noch ab
und zu belohnen.
- Von nun an werden wir großen Wert auf die
Ausführung des von uns gewünschten Verhaltens legen.
Wie läuft also das Training ab. Anstatt den Hund in die
gewünschte Position, durch Leinenrucke an den Fuß, Herunterdrücken
in das Sitz, usw., locken wir den Hund in die gewünschte Position
und bestärken dieses Verhalten. Der Hund zeigt dann das Verhalten
immer öfters, wird belohnt und wir bauen unser "Kommando" ein.
Der Unterschied zu den "klassischen" Trainingsmethoden ist der, dass
der Hund freiwillig arbeitet. Fehler, die durch, z.B. falsches
Rucken an der Leine gemacht werden, gibt es nicht.
Nun zu der Frage " Sinn oder Unsinn"
Ja, dass Clickertraining macht Sinn, weil das Clicker-Training das
Lernen an sich ist. Ob Mensch oder Tier, jeder lernt durch Versuch
und Irrtum. Unsinn ist, wie ich immer wieder höre, dass ein Klick
"Sitz", zwei Klicks "Platz" usw., bedeuten. Hier wird nicht Clicker-Training
gemacht, sondern dem Hund über den Clicker Kommandos gegeben
(Hundepfeife).
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